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Handyspiele

Die Eingabe des Suchbegriffes „Handyspiele“ in das Eingabefeld der Internetsuchmaschine Google liefert in Bruchteilen von Sekunden 1,7 Millionen deutschsprachige Seiten.

Das deutet darauf hin, dass der Markt der Handyspiele offensichtlich ein riesiger Wachstumsmarkt zu sein scheint. Dem widerspricht aber ein Artikel vom August 2008, der auf der Internetseite internet-inside.de nachzulesen ist.

Demnach nutzen nur reichlich 22 Prozent aller Handybesitzer Handyspiele. Der Bericht beruht auf einer Studie des Marktforschungsinstituts comScore. Die schlechten Nutzungszahlen führten sogar dazu, dass Vertreter der Branche auf der Entwicklerkonferenz GCDC das Thema diskutierten. Die Konferenz fand unmittelbar vor der Games Convention 2008 statt. Man betrieb Ursachenforschung.

Für die Spieleentwickler sind dabei nicht das technische Potential oder die mangelnden Ideen für neue Handyspiele der Hemmschuh der Entwicklung, sondern vielmehr die ungünstigen Gewinnaussichten. In Europa sind offensichtlich die meisten Handybesitzer nicht bereit, für Handyspiele einen nennenswerten Betrag auszugeben. Schließlich werben unzählige Internetportale mit Gratisangeboten, auch wenn diese nicht so „gratis“ sind, wie sie zunächst erscheinen. Neben den Softwarekosten spielen aber auch die für den Datentransfer auf das eigene Handy anfallenden Zusatzkosten eine wesentliche Rolle, die das Wachstum des Marktes bremsen.

So nutzen die meisten Spieler nur die bereits auf den Handys installierten Spiele und scheuen Kosten und Aufwand für den Download aus dem Internet oder dem Kauf in einem Handyshop.
Neben den finanziellen Aspekten hemmt auch die derzeit immer noch unbefriedigende Grafikauflösung der Handydisplay die stärkere Verbreitung der Handyspiele. Neuste Entwicklungen sollen aber das Angleichen der Grafikfähigkeit der Mobiltelefone an Spielekonsolen und Computermonitore verbessern.

Für Ende des Jahres 2008 hat die Firma ARM eine neue 3D-Grafiksoftware angekündigt.